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Brand­schutz­planung

Die Erstellung von schutzzielorientierten Brandschutzkonzepten und Brandschutznachweisen erfordert die Expertise von geeigneten Fachplanern für vorbeugenden Brandschutz. So fordert zum Beispiel die Landesbauordnung Schleswig-Holstein, dass geeignete Fachplaner hinzuzuziehen sind, wenn der Entwurfsverfasser nicht über entsprechende Kenntnisse verfügt.

Schutzziele

Bei der Erstellung von Brandschutzkonzepten und Brandschutznachweisen ist den sogenannten Schutzzielen gerecht zu werden. Diese Schutzziele werden in der Musterbauordnung definiert und in den Landesbauordnungen übernommen. Somit wird sichergestellt dass:

  • die Brandentstehung verhindert wird (Auswahl entsprechender Baustoffe)
  • einer Brandausbreitung vorgebeugt wird (das sogenannte „Abschottungsprinzip“)
  • die Rettung von Menschen und Tieren ermöglicht wird (durch das Herstellen von Rettungswegen)
  • wirksame Löscharbeiten ermöglicht werden (Flächen für die Feuerwehr, Löschwasserversorgung).

Wichtig ist hierbei, dass man nicht nach dem „Gießkannenprinzip“ vorgeht, sondern zielgerichtet betrachtet, schützenswerte Bereiche entstehen. Innerhalb dieser Bereiche darf dann allerdings auch mit einem „Mehr“ an Brandschutz gearbeitet werden. Der Vorteil dabei ist, dass durch entsprechende Maßnahmen auch Prämienerlasse des Sachversicherers möglich werden. Bei einem Brandereignis soll dafür Sorge getragen werden, dass Brandfolgeschäden nur auf einzelne Gebäudeteile einwirken. Dadurch wird garantiert, dass z.B. ein Betrieb seine Arbeit nicht komplett einstellen muss und infolge dessen insolvent geht.

Durch eine frühes Hinzuziehen eines Fachplaners, also bereits in der Vorplanungsphase, können von Anfang an sinnvolle und kosteneffiziente Brandschutzmaßnahmen abgestimmt werden, bei der auch die Schnittstellen, z.B. zur technischen Gebäudeausrüstung (TGA), mitbetrachtet werden. Hierbei orientiert man sich an den jeweils eingeführten Landesbauordnungen und den gültigen Sonderbauverordnungen sowie anerkannten Regeln der Technik, z.B. der DIN 4102-4. Zusätzlich sind die jeweils eingeführten technischen Baubestimmungen zu beachten und, je nach Objekt, auch Forderungen aus den Arbeitsstättenrichtlinien.

Brandschutzkonzept

Bewertung Ihres Objektes: Brandschutz im Bestand

Die Dienste eines Fachplaners können nicht nur bei einem Neubauvorhaben vonnöten sein. Auch im Bereich der Umnutzung und bei Umbauten und Erweiterungen sind regelmäßig Objekte aus brandschutztechnischer Sicht neu zu bewerten. Bei Objekten im Bestand ist es wichtig, dass das Projekt kein Fass ohne Boden wird. Ziel meiner Beratungstätigkeit ist daher die Optimierung des technischen und wirtschaftlichen Aufwandes. Mein Hauptaugenmerk in der Beratungsleistung liegt daher auf der Werthaltigkeit, Wertsteigerung und Nutzungsmöglichkeit Ihres Objektes unter den Belangen des Brandschutzes.

Ich prüfe gerne für Sie erforderliche Maßnahmen der Instandhaltung bzw. Instandsetzung und des Bestandschutzes im Abgleich zu den bauordnungsrechtlichen Vorschriften und z.B. nach folgenden Fragestellungen, die nur einen Teil des zu prüfenden Inhaltes darstellen:

  • Einstufung des Objektes nach Gebäudeklasse und Sonderbauvorschriften
  • Lage des Objektes: Prüfung von Einsatzmöglichkeiten der örtlichen Feuerwehr
  • Umgebung des Objektes: Sind Zufahrten, Zu- und Durchgänge sowie die Aufstell- und Bewegungsflächen für die Feuerwehr ordnungsgemäß ausgeführt?
  • Löschwasserversorgung: Ist sichergestellt, dass im Brandfall die vorgeschriebene bzw. als erforderlich berechnete Löschwassermenge zur Verfügung steht? Wie ist der Zustand von Entnahmestellen?
  • Horizontale und vertikale Rettungswege: Ist die Länge und Breite der Rettungswege korrekt bemessen? Sind die Brand- und Rauchabschnitte korrekt dimensioniert und sinnvoll eingeteilt? Sind die Rettungswege baulich richtig geplant und ausgeführt?
  • Baustoffe: Erfüllen die geplanten Baustoffe die Anforderungen der jeweiligen DIN-Normen und Bestimmungen? Wie verhalten sich die Baustoffe im Brandfall? Müssen die eingesetzten Baustoffe zerstörungsfrei oder mittels Materialproben geprüft werden?
  • Bauteile: sind die Brand-und Trennwände korrekt festgelegt? Funktioniert die horizontale Trennung? Sind kritische Durchbrüche vorhanden? Wurden Schächte und Kanäle korrekt geplant? Sind die vorhandene Verglasungen für den jeweiligen Anwendungsfall geeignet?
  • Anforderungen an besondere Anlagen und Gebäudeteile wie Aufzüge, Förderschächte, Garagen, Lüftungsanlagen. Überprüfung, ob alle Sondervorschriften bei der Planung und Ausführung beachtet wurden. Ist die Erfordernis und gegebenenfalls technische Umsetzung einer Notstromversorgung geklärt?
  • Anlagentechnischer Brandschutz: Ist eine Brandmeldeanlage erforderlich? Falls ausgeführt – ist die Kategorie, also das Schutzniveau der Anlage noch zutreffend? Sind Rauch- und Wärmeabzugsanlagen erforderlich?
  • Stehen genug Feuerlöscher zur Verfügung? Wurde das richtige Löschmittel gewählt?

Ich stehe Architekten und Bauherren als kunden- und serviceorientierter Berater gerne zur Verfügung. Mein Portfolio umfasst dabei die folgenden Leistungen:

  • Projektsteuerung Brandschutz
  • Erstellung von Brandschutznachweisen und Brandschutzkonzepten
  • Leistungen für Brandschutz nach AHO Heft Nr. 17 „Leistungen für Brandschutz“:
    Grundlagenermittlung (LPH 1)
    Vorplanung (LPH 2)
    Entwurfsplanung (LPH 3)
    Genehmigungsplanung (LPH 4)
    Ausführungsplanung (LPH 5)
    Vorbereitung der Vergabe (LPH 6)
    Mitwirkung bei der Vergabe (LPH 7)
    Objektüberwachung (LPH 8)
    Dokumentation (LPH 9)
  • Stellungnahmen und Bewertungen aus Sicht des Brandschutzes

Kontakt

Nico Stoll
Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz (EIPOS)

Mitglied in der Bundesvereinigung Fachplaner und Sachverständige für den vorbeugenden Brandschutz e.V. (BFSB)

Weeder Dorfstraße 17
23795 Weede

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